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Steuerreform 2015

Erhöhte Belastung bei unentgeltlicher Übertragung (Schenkung, Erbschaft)

Ab 1. Jänner 2016 wird die Grunderwerbssteuer - unabhängig vom Verwandtschaftsverhältnis - von Liegenschaften und Immobilien immer vom Verkehrswert berechnet werden (land- und forstwirtschaftliches Vermögen sind weiterhin ausgenommen). Bisher wurde die Grunderwerbssteuer innerhalb der Familie mit 2% vom 3-fachen Einheitswert berechnet. Die Einheitswerte von Immobilien im ländlichen Raum bewegen sich meistens im Bereich von 5% bis 10% des Verkehrswertes. 

In Zukunft wird es einen gestaffelten Tarif geben, welcher sich - wie bereits erwähnt - vom Verkehrswert berechnet. Bei einem Verkehrswert bis 250.000,00 EUR wird die Steuerbelastung 0,5%, zwischen 250.000,00 EUR und 400.000,00 EUR 2% und über 400.000,00 EUR 3,5% betragen. Die Gesamtsteuerbelastung wird anhand dieser Staffelung berechnet werden. 

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die unentgeltliche Übertragung von Immobilien mit einem Verkehrswert unter 250.000,00 EUR billiger werden könnte - was auch medial von den Koalitionsparteien so kommuniziert wurde. Es gilt jedoch auch zu bedenken, dass für die Übertragung ab 1. Jänner 2016 ein Verkehrswertgutachten einzuholen ist, welches etwa 2.000,00 EUR kostet. Von einer Ersparnis ist daher auch bei unentgeltlicher Übertragung von Immobilien unter dem Verkehrswert von 250.000,00 EUR nicht auszugehen. Bis 31. Dezember 2015 können innerhalb der Familie Liegenschaften und Immobilien noch mit 2% vom 3-fachen Einheitswert übertragen (Schenkung, Erbschaft) werden. 

Ihre Rechtsanwältin / Rechtsanwalt des Vertrauens berät Sie gerne und errichtet - sofern dies im Hinblick auf die künftige Steuermehrbelastung sinnvoll ist - den notwendigen Vertrag.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Claudia Harreiter 

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