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Steuertipp für Pensionisten

Viele Pensionisten scheuen das Prozedere der Antragstellung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung und verzichten so auf zum Teil nicht unerhebliche Steuergutschriften. Wenn Steuern von der Pension einbehalten werden, sollte man sich überlegen, ob nicht Ausgaben angefallen sind, die man steuerlich verwerten kann.

Neben Aufwendungen für Wohnraumschaffung bzw. -sanierung können u.a. Ausgaben für Personenversicherungen (z.B. Krankenzusatzversicherung oder Sterbeversicherung), Kirchenbeiträge, Spenden sowie Steuerberatungskosten als Sonderausgaben berücksichtigt werden.

Mitgliedsbeiträge für Senioren­bund oder Pensionistenverband sowie Gewerkschaftsbeiträge sind als Werbungskosten steuerlich absetzbar.

Ab 25% Behinderung kann ein Steuerfreibetrag beantragt werden, der je nach Grad der Behinderung zwischen € 75 und € 726 pro Jahr beträgt. Daneben sind für bestimmte Krankheiten mit Diäterfordernis (z.B. Zuckerkrankheit oder Magenleiden) zusätzlich monatliche Pauschalbeträge möglich. Weitere Begünstigungen gibt es bei Geh­behinderung. Es können aber auch die tatsächlich nachgewiesenen Kosten berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Behinderung bestehen.
Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen auch Ausgaben für Krankheits­kosten sowie Begräbnis­kosten. Hier wird allerdings ein von der Höhe des Einkommens abhängiger Selbstbehalt abgezogen. Die anfallenden Belege für Apotheke, Arzthonorare, Kauf von Brillen, Zahnersatz usw. sollten laufend gesammelt werden.

Hat man Kinder, die eine auswärtige Berufsausbildung machen oder studieren, so kann pro Monat ein Pauschalbetrag von € 110,00 berücksichtigt werden.

Auch die neue Steuerreform wird ab 2016 für Pensionisten zusätzliche Vorteile mit sich bringen. Es lohnt sich aber bereits heute, für die letzten fünf Jahre einen Antrag zur Durchführung der Arbeitnehmer­veranlagung zu stellen.

Herzlichst Ihr Steuerberater

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