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Zweimal kassieren bei Ferialjobs

Die Sommerferien stehen bereits vor der Tür. Einige Schüler und Studenten haben ihren fixen Ferialjob in der Tasche, andere wiederum sind noch auf der Suche. Für viele Eltern stellt sich jetzt die Frage, welche Auswirkungen das Zusatzein­kommen der Kinder auf die Familienbeihilfe bzw. ein Stipendium hat. Ferialjobs eignen sich besonders gut, erste Praxis­erfahrungen zu sammeln und sein eigenes Taschengeld etwas „aufzufetten".

Hier gleich die erste gute Nachricht: Jugendliche bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres können ohne Gefährdung der Familienbeihilfe das ganze Jahr über beliebig viel verdienen!

Ab Beginn des Kalender­jahres, das dem 19. Geburtstag folgt, muss allerdings eine Zuverdienstgrenze beachtet werden. Diese Einkommensgrenze beträgt nach derzeitiger Rechtslage 10.000 Euro. Hier ist das Jahreseinkommen maßgebend, unabhängig davon, ob es in den Ferien oder außerhalb der Ferien erzielt wird. Wird diese Grenze überschritten, entstehen Rückzahlungsverpflichtungen an Familienbeihilfe.

Die zweite gute Nachricht: Übersteigt das zu versteuernde Einkommen die Zuverdienstgrenze, ist seit dem Jahr 2013 nur mehr der Überschreitungsbetrag und nicht mehr wie bisher die gesamte Familienbeihilfe zurückzuzahlen.

Bei der Studienbeihilfe gibt es pro Kalenderjahr für Studierende einen Freibetrag von 8.000 Euro. Ist das Einkommen des Studenten höher, wird im selben Ausmaß die Studienbeihilfe gekürzt.

Und zum Schluss die dritte gute Nachricht: Handelt es sich bei der Beschäftigung um ein vollversicherungspflichtiges Dienstverhältnis, so kann der Jugendliche nach Jahresablauf im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung vom Finanzamt noch zusätzlich Geld zurückbekommen. Meistens wird die gesamte Lohnsteuer für die laufenden Bezüge rückerstattet. Und selbst wenn keine Lohnsteuer angefallen ist, kann man Geld in Form von „Negativsteuern" erhalten.
Herzlichst Ihr Steuerberater

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