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Geschichte der Geige

Geschichte der Geige

Die Geige in ihrer heutigen Form wurde anfangs des 16. Jahrhunderts gebaut. Nach dem gleichen Konzept entstanden auch Bratsche und Cello. 

Ab dem Augenblick in dem die Geige erfunden und gespielt wurde, ist auch ihre hauptsächliche Entwicklungsgeschichte vollendet. Wohl gab es und gibt es auch heute noch immer gewisse technische Änderungen, mit denen man heutige Klangvorstellungen erreichen will, Grundriss und Grundform des Instruments ändern sich aber nicht mehr. Ihre vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen. Viele große Komponisten haben ihr bedeutende Teile ihres Schaffens gewidmet. 

In Italien, das vom 30-jährigem Krieg verschont blieb, erlebt der Geigenbau einen gewaltigen Aufschwung. Von 1535-1611 lebte in Cremona Andrea Amati. Dieser wurde zum Begründer der berühmtesten Geigenbauschule der Welt. Unter Schule versteht man in diesem Zusammenhang nicht ein bestimmtes Lehrinstitut, sondern die jeweilige ortsgebundene Eigenart der verschiedenen Geigenbauzentren, ähnlich wie wir das aus der Malerei kennen.

Der Zerfall des Geigenbaus begann schon in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Durch die ständig steigende Nachfrage nach Instrumenten war man gezwungen, mehr und auch schneller zu produzieren. Es wurden schneller trocknende Lacke benützt, welche aber die Qualität der alten nie mehr erreichten. Noch heute bedauert jeder Geigenbauer und Geigenliebhaber das Verschwinden der altitalienischen, sogenannten klassischen Lacke. 

Auch die Umweltverschmutzung hatte viele negative Einflüsse auf den Geigenbau. So wurden in früheren Zeiten die gefällten Bäume geflößt. Und zwar in sauberen Gewässern! Doch nicht nur beim Holz spielt die Umwelt eine große Rolle. Sämtliche für den Lack verwendeten Stoffe sind Naturprodukte. Alle die im Geigenbau verwendeten natürlichen Stoffe können in ihrer Reinheit in keiner Weise mit den Materialien aus der Zeit des klassischen Geigenbaus verglichen werden.

Klingen diese alten Instrumente heute noch so wie zu Stradivaris Zeiten? Mit Sicherheit nicht! Instrumente mit dem originalen Klang aus jener Zeit würden von der Mehrheit der Musiker abgelehnt. Ihre Klangfülle und Tragfähigkeit die auch die hintersten Reihen eines Konzertsaales erreichen, verdanken sie den Geigenbauern der Neuzeit. Viel Wissen und handwerkliches Können sowie sehr viel Erfahrung gehören dazu, um ein altes Instrument immer wieder klanglich zu restaurieren. 

Ihr Instrumentenbauer Andreas Mayer

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

  1. 0664/160 01 76
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