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Führerscheinlos zur Weihnachtszeit

Der Advent steht vor der Tür. Mit dem ersten Adventwochenende wird auch die Polizei wieder die Alkoholkontrollen im Straßenverkehr verschärfen.

Im Jahr 2012 war die Anzahl der alkoholisierten Lenker in der Adventzeit rückläufig zum Vorjahr. Knapp 90 Prozent der Führerscheinentzüge betreffen männliche Autolenker. 

Sich an die 0,5 Promillegrenze heranzutrinken, ist ein gefährliches Spiel. Diverse Tests zeigen nämlich immer wieder, dass der Alkoholgehalt im Glühwein und Punsch höher ist, als generell angenommen wird. In Glühweinproben fanden sich nämlich durchschnittlich zwischen sieben und elf Volumsprozent Alkohol - in Fertigmischungen finden sich teilweise noch höhere Werte. Wird jemand in alkoholisiertem Zustand von der Polizei angehalten, wird in der Regel eine Atemluftkontrolle vorgenommen. Eine Verweigerung der Atemluftkontrolle führt automatisch zur Annahme von 1,6 Promille - somit der „Höchststrafe“ (Geldstrafe von mindestens 1.600 EUR, Führerscheinentzug für mindestens sechs Monate, Nach-schulung, verkehrs-psychologische Untersuchung und Amtsarzt). Bei Verursachung eines Verkehrsunfalles steigen Entziehungsdauer und Geldstrafe. Sind beim verursachten Verkehrsunfall Personen verletzt worden, ist dem alkoholisierten Lenker ein gerichtliches Strafverfahren sicher. Versicherungsrechtlich kann der Alkolenker mit keinerlei Hilfe rechnen. Eine bestehende Rechtschutz- und Kaskoversicherung wird bei Alkoholdelikten leistungsfrei, die Haftpflicht-versicherung wird den entstandenen Schaden vom Alkolenker zurückfordern. 

Die Fristen zur Über-prüfung und gegebenenfalls zur Bekämpfung der ergangenen Entscheidungen (Führerscheinentzugsverfahren und Verwaltungsstrafverfahren) sind kurz. Diese betragen nämlich lediglich zwei Wochen. Diese Frist beginnt im Übrigen auch mit der Hinterlegung beim Postamt zu laufen und zwar an jenem Tag, an dem das Dokument erstmals zur Abholung bereitgehalten wird. Jeder hat das Recht, dass die Gesetzesbestimmungen richtig angewendet werden und die erkennende Behörde in Kenntnis des genauen Sachverhalts eine schuld-angemessene Entziehungsdauer und Geldstrafe verhängt. 

Nach einem Führerschein-entzug - bei zusätzlicher Verursachung von Sach- oder Personenschäden nachdrücklich zu empfehlen – sollte daher ehestmöglich der Rechtsanwalt des Vertrauens aufgesucht werden.

Bis zum nächsten Rechts-tipp verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Mag. Claudia Harreiter
ANGERER-HARREITER Rechtsanwälte OG 
in Bad Aussee.
Telefon: 03622/52440
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www.angerer-harreiter.at

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