Menu

Holzbezugsrechte und Steuern

Im Ausseerland beziehen einige Personen Einkünfte aus Holzbezugsrechten. Diese Servitutsrechte stammen von sogenannten Regulierungsvergleichen aus den Jahren 1860 bis 1870 und wurden meist im Zusammenhang mit der Stammsitzliegenschaft weitervererbt oder verkauft.

Den Servitutsberechtigten obliegen keinerlei Verpflichtungen zur Übernahme w a l d w i r t s c h a f t l i c h e r Maßnahmen wie Forstwegebau, Kulturpflege oder Aufforstungsverpflichtungen. Sie sind allerdings auch nicht (eigen)jagdberechtigt. Der jährliche Bezug wird im sogenannten „Holzverlass“ (jährliche Zusammenkunft) besprochen und durch Auszeige vom Forstpersonal vorgenommen.

Wie ist die Ausübung dieser Holzbezugsrechte steuerlich zu erfassen? Einkünfte aus Holzbezugsrechten sind im Regelfall sonstige Einkünfte (wiederkehrende Bezüge) im Sinne des Einkommensteuerrechts. Ist dieses Bezugsrecht einem Betriebsvermögen zuzuordnen, liegen betriebliche Einkünfte vor. Im Ausseerland beziehen einige Personen Einkünfte aus Holzbezugsrechten. Diese Servitutsrechte stammen von sogenannten Regulierungsvergleichen aus den Jahren 1860 bis 1870 und wurden meist im Zusammenhang mit der Stammsitzliegenschaft weitervererbt oder verkauft.

Da Holzservitutsrechte im Einheitswert nicht erfasst sind, sind sie bei Land- u. Forstwirten durch die Pauschalierung nicht abgegolten, sondern sind gesondert als Einkünfte zu erfassen. Die Ermittlung erfolgt wahlweise durch vollständige Einnahmen-Ausgabenrechnung oder unter Anwendung von Pauschalsätzen. Hier können laut den bestehenden Einkommensteuerricht l inien für Brennholz die Werte laut Sachbezugsverordnung herangezogen werden.

Weiters kann für Nutzholz ein Wert von 60 Euro pro Festmeter und für Nutzholz am Stamm ein Wert von 30 Euro pro Festmeter angesetzt werden. Diese Vorgehensweise kann auch im Falle von sonstigen Einkünften (wiederkehrenden Bezügen) von Privatpersonen angewendet werden. Achtung: Vorausbezüge an Holz infolge Windbruchs können auf zehn Jahre verteilt erfasst werden.

Herzlichst Ihr Alfred König

Nach oben

Themen

Artikel nach Autoren

Da Woadsack

Netzwerk

Newsletter