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Am 31. Dezember ist es ZU SPÄT!

Am 31. Dezember ist es ZU SPÄT!

Nach der Einführung der Immobiliensteuer ab 1. April 2012 steht eine weitere Änderung bei der Übertragung von Liegenschaften ins Haus. Wird durch die Immobilienertragsteuer der Verkäufer zur Kasse gebeten, so wird künftig der Erwerber bei der Eintragung ins Grundbuch tiefer in die Tasche greifen müssen.

Bei der Eintragung des Eigentumsrechtes in das Grundbuch wird eine Gebühr fällig. Diese beträgt 1,1% des Kaufpreises bei Liegen­ schaftskäufen. Bei Schen­ kungen und Erbschaften wurde bisher, abgesehen von ein paar Sonderfällen, grundsätzlich der drei­ fache Einheitswert als Basis herangezogen. Künftig soll zwischen Kauf und Schen­ kung bzw. Erbschaft kein Unterschied mehr gemacht und für die Berechnung der Verkehrswert, also der Preis, der bei einem Verkauf zu erzielen wäre, herange­ zogen werden.

Mittlerweile wurde der Begutachtungsentwurf zur Grundbuchsgebühren­ novelle überarbeitet und am 30. Oktober 2012 im Ministerrat beschlossen. Bei Grundstückstransaktionen innerhalb der Familie wird vom dreifachen Einheits­ wert, maximal 30% des Verkehrswerts als Bemes­ sungsgrundlage für die Eintragungsgebühr ausge­ gangen. Ein „dringendes Wohnbedürfnis" und die Notwendigkeit eines „gemeinsamen Haushalts" als Voraussetzung für die Begünstigung ist entfallen. Alle Anträge, die bis zum 31. Dezember 2012 bei Gericht einlangen, sollen noch unter die alte Rege­ lung fallen.

Aber aufgepasst! – Nach dem 31. 12. 2012 wird die begünstigte Bemessungs­ grundlage vom Gericht nicht automatisch berück­ sichtigt, sondern muss bei Gerichtseingabe unter Hinweis auf die gesetzliche Grundlage in Anspruch genommen werden,
freundlichst Mag. Alfred König.

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