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Hermann Rastl

Hermann Rastl

Autor & Kenner der Region

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Der Musikantenpool

Es waren einmal: die Brickl- (Brückl-) Musi, die Sechsermusi und die Sunnseitnmusi, alles blutjunge Musikanten zwischen 16 und 20 Jahren, die aus Freude musizierten und hie und da auch kleine öffentliche Auftritte hatten. Es entstand daraus ein Freundeskreis, der nach Auflösung der genannten Gruppen bis heute Bestand hat. Der Altausseer Bergmann und Vollblutmusikant Rainer Fischer führt noch immer eine Namensliste dieses Kreises, das ist der „Musikantenpool“. 

Die „Bürgerstreich“

Aus der Serie "Spielleut" – gestern und Heut': Im Steiermärkischen Blasmusikverband sind etwa 384 Blasmusikkapellen vereint, mit dabei ein Streichorchester: Das „Große Streichorchester der Bürgermusikkapelle Bad Aussee“, wie die im Volksmund bezeichnete „Bürgersteich“ mit vollem Namen heißt. Anfänglich bestand die Bürgermusikkapelle, so wie die anderen Kapellen im Lande, aus einem Streichorchester und einem Blasorchester – Bedingung zur Mitgliedschaft war, dass alle Musikanten in beiden Kapellen einsetzbar waren. Bei den anderen Kapellen löste sich im Verlauf der Geschichte die Abteilung der Streicher auf, bei der Ausseer Bürgermusik verblieb aber das Streichorchester; 1962 stellte die Blaskapelle ihre Tätigkeit ein.

Die Pfeiferlmusi

Die Geschichte der Pfeiferlmusi reicht bis ins Mittelalter zurück und hat daher eine lange Tradition. Es sei mir erlaubt, diesmal ein bisschen weiter auszuholen. In unserer Gegend ist um 1280 in einem landesfürstlichen Urbar (Neuhofen, Mitterndorf) von einem „Fistulator“ die Rede. Aus dem Jahr 1687 wird berichtet, dass „Drumbschläger“ und Pfeifer bei der Fronleichnamsprozession gespielt haben. 1808 ließ Erzherzog Johann den Text des Ausseer Schwerttanzes aufzeichnen. Dieser wurde mit zwei Pfeifen und einer Trommel begleitet.

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