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Experten-Kommentar: Fake-Lederhose und Plastikdirndl

  • geschrieben von  Kleiderarchitekt Christian Wohlmuther
Experten-Kommentar: Fake-Lederhose und Plastikdirndl Foto: ©Wohlmuther privat

Die Kitsch- und Billigtrachten sind die sichtbaren Auswirkungen von Massentourismus durch neue Zielmärkte mit anderen Kulturkreisen. Viele möchten sich nur 24 Stunden einheimisch fühlen und sehen unsere Traditionsfeste als Eventlocation für überhöhten Alkoholkonsum. Viele Tourismusunternehmen setzen auf eine Preis-Mengen-Strategie und verlieren dadurch die Akzeptanz in verschiedenen Bevölkerungsschichten. 

Daher lohnt es sich für unsere Identität zu kämpfen und da darf man auch einmal die Nase rümpfen, wenn die Scheußlichkeit des bloßen Anblickes in den Augen weh tut. Denn es ist besser man geht mit der Alltagskleidung in das Bierzelt und sonst richtig in Tracht. 

Unsere Tracht brachten nie die Lebensmitteldiskonter Lidl, Hofer oder wie Amazon. Es wurde von Einheimischen für Einheimische gemacht. Regional, echt, umweltgerecht, Bio war in der Regel immer selbstverständlich, wie die Ehre zu perfektem Handwerk mit Service. 

Im Ausseerland trägt man daher keine Fake-Lederhosen oder Plastikdirndl, wie auf der Wiener Wiesen oder am Oktober-fest.  Wir besitzen besseres, nämlich die lebendige Trachtenkultur aus den Schneidereien und Fachgeschäften,

meint Ihr Kleiderarchitekt 
Christian Wohlmuther

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