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Das Glück der Kunst

Das Glück der KunstFoto: ©Salzwelten.at/Mario Schmid

Unbezahlbare Kunst und Kulturgüter lagerten während des 2. Weltkrieges im Salzberg Altaussee. Die spannende Geschichte, wie sie von der Zerstörung gerettet wurden, erzählt die neue Schaustelle „Das Glück Der Kunst”.

74 Jahre nach Kriegsende war die historische Holzkonstruktion des ehemaligen Lagerraumes für Kunst- und Kulturgüter, des sogenannten „Springerwerks“ durch den Bergdruck gefährdet. Im Jahr 2018 wurde beschlossen, diese historische Stätte vor dem Verfall zu bewahren, zeitgemäß zu inszenieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aufwendige wurde die 270m2 große Originallagerstätte „Springerwerk” unter wissenschaftlicher Begleitung zeitgemäß inszeniert. Wo es möglich war, wurde das alte Holz wieder­verwendet, musste aber vielerorts ergänzt werden.

Konzeptioniert wurde die Ausstellung von Mag. Michaela Fuchs (Kulturfux) in enger Abstimmung mit Expertinnen des Bundesdenkmalamtes und des Kunst­historischen Museums Wien. Bei der Recherche war es eine große Herausforderung, die Fakten von Mythen zu trennen. Die gezeigten Gemälde und andere Ausstellungsstücke waren definitiv in Altaussee eingelagert.

Neben zahlreichen Repliken wie einem Abguss von Michelangelos Madonna aus Brügge, dem Genter Altar, dem Tassilo Kelch, Partituren von Anton Bruckner und Werken von Vermeer, Rembrandt, Tintoretto sind im Zuge der Recherche zwei originale Ölgemälde aus dem 18. Jahrhundert aufgetaucht, die die Kunstgüterbergung mitgemacht haben. Sie wurden der Belegschaft des Salzbergbaues Altaussee nach dem Krieg als Dank für Ihre Mithilfe überlassen und werden nun im Springerwerk als Dauerleihgabe gezeigt.

Zu Besichtigen ist diese höchst interessante Schaustelle während der Führungen durch die Salzwelten Altaussee. Sie erleben dabei etwas ganz Besonderes: die in den Berg geschlagenen Stollen führen durch pures Steinsalz. Kilometerlang zeigt es an den Wänden seine unterschiedlichsten Gesichter – eines schöner als das andere. Streichen Sie mit den Fingern über die verschiedenen glitzernden Formen, schillernden Farben und glänzenden Strukturen – da ist Geschichte, im wahrsten Sinne des Wortes zum Greifen nah.

Mehr Infos unter www.salzwelten.at 

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