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Unsere Almen - hinter dem Zinken: Dachsteinplateau Teil 1

Ein herrlicher Ausblick auf den Dachstein offenbart sich dem Wanderer auf der Planeralm. Ein herrlicher Ausblick auf den Dachstein offenbart sich dem Wanderer auf der Planeralm. Foto: ©Hermann Rastl

Der Zinken wird bekanntlich durch das Koppental vom Sarstein getrennt. Das Gebiet südlich des Zinkengipfels gehört schon zum Dachsteinmassiv, es ist ein riesiges, weitläufiges Karstgebiet.

Die Bad Ausseer haben dort ihre Almweide-rechte, Altausseer und Grundlseer trifft man dort seltener an und die „Hinterberger“ sind noch weiter südlich oder Richtung Tauplitz orientiert. Es bedarf zur Begehung dieser alpinen Region unbedingt einer genaueren Ortskenntnis, ein guter Orientierungssinn ist ebenfalls von Vorteil. Wenn man dort den Weg verliert, kann ein Tag zu kurz werden. Der einzige markierte Zugang zu den Almen ist der Weg Nr. 695 vom „Letten“ an der Koppenstraße oberhalb des Bahnhofes auf den Zinken. Unweit des Weges auf der rechten Seite befinden sich die Planer- und Koppenalm. Vom Zinken führt der Weg Nr. 696 über die Handlerlam und die Handlerstiege steil abwärts nach Bad Aussee. Bei diesen Touren ist tunlichst auf die Jagdzeit Mitte September bis Ende Oktober Rücksicht zu nehmen.

 

Die Almen in diesem Gebiet: 

Die Koppentröttalm, Niederalm für die sechs  berechtigten Bauern aus Lerchenreith, liegt zwar noch vor dem Zinken (nördlich), gehört aber zu dieser Aufzählung. Sie liegt unterhalb der Koppenstraße schon nahe der Oberösterreichischen Grenze und ist am ehesten bekannt durch das Gstanzl: „In Koppentrött intn, san drei Mentscha zan findtn…“ Nach der Verkehrslage zu schließen, werden diese immer noch gesucht.

Nach dem Aufstieg auf dem Weg Nr. 695 oberhalb des Planergrabens auf dem Hochplateau trifft man auf die Planer- und Koppenalm, die in letzter Zeit zusammengelegt wurden. Der Weg 696 führt wie erwähnt vom Zinken-gipfel über die Handler-alm. Nach den beiden erstgenannten Almen folgen in einem Tagesmarsch, aber nur auf unmarkierten Steigen, die Mitteralm sowie die Niederalmen Gsprang und Sill. Weiter abseits südlich der Mitteralm liegen die Hochalmen Herrenalm und Lahn- oder Landfried-alm, diese ist ganz entlegen unterhalb des Roßkogl. 

Das gesamte Areal ist „Natura 2000 Gebiet“, eine Erschließung mit Forst-wegen ist daher sowohl für die Almberechtigten, als auch für die Bundesforste ausgeschlossen.

 

Die Almrechte:

Auf den genannten neun Almen (sieben Hochalmen, zwei Niederalmen) sind insgesamt 80 Liegenschaften aus den Ortsteilen von Bad Aussee, nämlich Untertressen, Obertressen, Gschlössl, Reith, Eselsbach, Unterkainisch, Lerchenreith und Sarstein almberechtigt. Insgesamt dürfen 458 Rinder, 285 Schafe und 62 Schweine aufgetrieben werden. 

Alle diese Almen werden jährlich bestoßen, allerdings werden die Rechte nur zu höchstens einem Drittel genutzt. 

Die Lahnfriedalm wurde erst kürzlich wieder geschwendet. Die Almhütten sind durchwegs gepflegt und alles ist in bester Ordnung.

Almherr auf Planer-, Koppen und Mitteralm ist Günther Schönauer vlg. Stangl aus Sarstein.                H.R.

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