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Baldrian: die Pflanze der Ruhe

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Viele hatten in der Corona-Zeit ein Problem mit der plötzlich vorhandenen Ruhe. In Zeiten des Über-Informationsflusses, dem ständigen Online-Sein war die verordnete Ruhe schon etwas Ungewohntes. Die Natur hat aber eine Pflanze für die Ruhe.

Der Baldrian (Valeriana officinalis) ist eine Heilpflanze, die viele kennen. In der Wurzel des Baldrians befinden sich Wirkstoffe, die mildernd bei Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche oder allgemeiner Unruhe wirken. Katzen haben einen viel besseren Geruchsinn als Menschen, sie werden vom Baldrian magisch angezogen. Daher wird der Baldrian auch als „Katzenkraut“ bezeichnet. Er wird in manchen Gegenden auch „Stinkkraut“ genannt, weil der Duftstoff (Valeriansäure) an läufige Katzen erinnert. 

Verwendet werden überwiegend die Wurzeln. Als Tee wird ein Kaltansatz (zwei Teelöffel in 1/4 Liter Wasser über Nacht ansetzen) verwendet, der dann erwärmt getrunken wird. Bei Unruhezuständen und Wetterfühligkeit können Baldrian-Tee oder Baldrian-Tinkturen die Konzentration und Leistungsfähigkeit verbessern. Die jungen Blätter werden auch als Salat und auch als Suppenbeigabe verwendet. Auch die Doldenblüten ergeben im Quellwasser angesetzt ein wohltuendes Erfrischungsgetränk. 

Neben dem in der Natur vorkommenden Baldrian gibt es bei uns auch den dreiblättrigen Baldrian (Valeriana tripteris) in den höheren Lagen, der auch als Stein-Baldrian bezeichnet wird. Der Steinbaldrian findet jedoch als Heilpflanze wenig Verwendung. 

Dipl.-Ing. Franz Bergler

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