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Wolfgang Rauh ist ein begeisterter Hobbykoch, aber daheim in Bad Aussee genießt er es sich bekochen zu lassen. Wolfgang Rauh ist ein begeisterter Hobbykoch, aber daheim in Bad Aussee genießt er es sich bekochen zu lassen. Foto: ©Woadsåck / J. Khälß

Wolfgang Rauh aus Bad Aussee wusste schon immer was er wollte, oder nicht wollte. Unbeeindruckt von Niederlagen und Rückschlägen verfolgte er konsequent seine Ziele, welche konträrer nicht sein könnten.

Freundliches Lächeln, jugendliches Outfit, die Hände lässig in die Taschen der Shorts gesteckt. Der Händedruck von Wolfgang Rauh ist kurz und kräftig. Auf der Innenseite des muskulösen linken Unterarms hat er sein Namenskürzel „Wolf“ tätowieren lassen. Das deutet auf sein Action- und Kampfkunstfilme-Filmprojekt „WOLFMAN“ hin, welches er gemeinsam mit dem Schauspiel­kollegen und Freund Manuel Sefciuc 2010 ins Leben gerufen hat. Den Unterarm von Manuel ziert ebenfalls ein Tattoo mit seinem Namenskürzel: „Man“. Gemeinsam bedeuten die Tätowierungen „WOLFMAN“.

Als „Wolfman Productions“ realisieren Wolfgang Rauh und Manuel Sefciuc hauptsächlich humoristische Action- und Kampfsportkurzfilme, bisher ca. 20 Produktionen. Mit anderen jungen Filme­machern produzierten sie zwei Staffeln der Detektiv­miniserie „Wolfman Soulutions“ und 2016 hatte Wolfgang Rauh mit dem Horrorkurzfilm „Silhouette“ sein Regiedebut.

In der Kindheit von Wolfgang Rauh - damals war er noch Wolfi Raudaschl - war Stephen King ein verbotenes Mysterium. Jeder kannte den Namen, niemand den Inhalt seiner Geschichten. Das erste „Kingbuch“, welches er gegen den Willen seiner Eltern am Bahnhofskiosk kaufte, war eine Enttäuschung. Das zweite bekam er von ihnen geschenkt. Mit neun begann er Kurzgeschichten zu schreiben.

Die größte Leidenschaft von Wolfgang Rauh gilt der fernöstlichen Kampfkunst. An seinem 12. Geburtstag sah er zufällig einen Jacky Chan Film und er meinte begeistert: „Schau Mama, das mach ich auch einmal!“ - und niemand nahm ihn ernst. Aber er setzte seinen Kopf durch und begann in Bad Aussee mit Shotokan-Karate. Als er 2008 nach Wien zog und in einer privaten Schauspielschule Unterricht nahm, versuchte er sich einige Jahre in den verschiedensten asiatischen Kampfsportarten. Eisern trainierte er Capoeira, Taekwondo, Ninjutsu und Karate, ehe er sich für Shaolin Kung Fu und Iaijutsu, einem japanischen Schwertkampf, entschied. Sein Trainings­aufwand beträgt seit damals täglich zwei bis vier Stunden. In Iaijutsu trägt er den zweiten Dan und auch Shaolin Kung Fu beherrscht er im fortgeschrittenen Stadium. Sein Geld verdient er hauptsächlich mit der Schauspielerei. Er nimmt fast jede Rolle an, welche sich anbietet. Seine Agentin ist ihm dabei eine große Hilfe, er braucht sich um Engagements keine Gedanken zu machen, sie kümmert sich um alles.

Rollen, die sich mit seinem Charakter nicht vereinbaren lassen, sind eine riesige Herausforderung für ihn. „Einmal habe ich einen Drogensüchtigen gespielt, dass war sehr belastend - da geschieht was mit dir...“, das war für ihn eine absolut grenzwertige Erfahrung. „Einen Pädophilen, zum Beispiel, würde ich nicht darstellen wollen!“.

Wolfgang Rauh hatte Rollen in zahlreichen Kinofilmen und TV-Serien inne: „Das dunkle Paradies“, „Mein Fleisch und Blut“, „Soko Donau“, „Das Boot“, „Tatort“, „Soko Kitzbühel“, nur um einige zu nennen – und es kommen laufend neue dazu.

Seit seiner frühesten Jugend fasziniert ihn die Schreiberei und das Filmen gleichermaßen. Mit neun Jahren begann er Kurzgeschichten zu schreiben, seinen ersten Kurzfilm drehte er als Zwölf­jähriger mit der analogen Kamera seines Vaters. Das Gitarrenspiel, zu welchem ihn im Kindesalter eine „Turtles-Actionsfigur“ animiert hatte, die mit einer E-Gitarre im Gepäck gekommen war, gab er nach 15 Jahren und zwei Bands aus Zeitmangel auf. Zu sehr forderten ihn seine Kurzfilme, Kurzgeschichten und das Kampfsporttraining.

Der neue Roman von Wolfgang Rauh „Deivl“ ist im Begriff ein Erfolg zu werden und ein weiterer Roman steht kurz vor der Fertigstellung. Auf die Frage wo er die Zeit für das alles hernimmt, meint der schmunzelnd: „Der Tag hat 24 Stunden und die Nacht ist schießlich auch noch da...“
J.K.

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