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Der Musikantenpool Empfehlung

Die „Sechsermusi” gibt es in dieser Form zwar nicht mehr, aber im „Musikantenpool” sind sie weiterhin aktiv. Die „Sechsermusi” gibt es in dieser Form zwar nicht mehr, aber im „Musikantenpool” sind sie weiterhin aktiv.

Es waren einmal: die Brickl- (Brückl-) Musi, die Sechsermusi und die Sunnseitnmusi, alles blutjunge Musikanten zwischen 16 und 20 Jahren, die aus Freude musizierten und hie und da auch kleine öffentliche Auftritte hatten. Es entstand daraus ein Freundeskreis, der nach Auflösung der genannten Gruppen bis heute Bestand hat. Der Altausseer Bergmann und Vollblutmusikant Rainer Fischer führt noch immer eine Namensliste dieses Kreises, das ist der „Musikantenpool“. 

Nach der sukzessiven Auflösung der obigen Gruppen entstand langsam eine Lücke in der musikantischen Vielfalt des Ausseerlandes. Wenn irgendwo eine Musik gebraucht wurde, griff man zu Rainers Liste und es spielte, wer eben gerade Zeit hatte. Diese „Gebrauchs-musikanten“ bezeichneten sich untereinander als „Wilde Musikanten“, geprobt wurde nicht oder fast nicht, gespielt wurde aus dem Repertoire der Rumpelspieler und die anderen spielten so gut als möglich dazu. Gut bewährt, aber die Musikanten selbst waren besseres gewohnt.

Die AltBadSeerMusi

Damit entstand das Bedürfnis nach einer festen Gruppe. Aus der „Liste“ – sie nannten sie zu dieser Zeit schon „Pool“ – entstand im Jahr 2002 eine Klarinettenmusi, ihr Vorbild waren die Goiserer. Das Gründungsjahr verging ausschließlich mit Probenarbeit. Die Gründungsmitglieder waren: Bernhard Freller und Robert Leu – Klarinetten; Rainer Fischer – Ventilposaune; Helmut Kahls jun. – Flöte, Schwegel; Eva Preinhalter – Rumpel; Ulli Scheck – Gitarre; Sebastian Rastl – Kontrabass/Tuba. Namen für die Gruppe gab es noch keinen, sie nannten sich einfach „die Ding – Musi“. 

Sie erarbeiteten ein umfangreiches und über die Region hinaus repräsentatives Repertoire. Als Quellen dienten traditionelle Volksweisen, Stücke von anderen Musikanten sowie Kompositionen aus eigener Feder. Sebastian spielt seither als Grundlseer bei der Altausseer Salinenmusikkapelle („Berigmusi“) die Tuba, manchmal auch mit dem Kontrabass, 

Den ersten Auftritt der „Ding-Musi“ gab es 2003 beim Kogler-Hoffest in Reitern an einem Sonntag-Nachmittag. Als dann im Herbst die Einladung erging, beim Grundlseer Musikantentreffen mitzumachen, wurde ein Name gebraucht. An einem langen Abend beim Schneiderwirt saßen alle beisammen und sie stellten fest, dass aus allen drei Orten des Ausseerlandes jemand unter den Mitwirkenden vertreten war. Die scherzhafte Bemerkung „AltBadSeer“ blieb als Name übrig, er gilt heute noch. Aus beruflichen und familiären Gründen gab es einige Wechsel in der Besetzung, aber die „ABS-Musi“ gibt es noch. Im Angebot ist auch eine Schwegel- oder Schützenmusi. Ihre Auftritte sind vielfältig und grenzüber-schreitend gefragt. Rainer Fischer stellt dazu fest: „Wir Musikanten sind Dienstleister und tun dabei was auch uns selbst gefällt“.

Die Fensageiger

Etwas später entstand ad hoc eine Geigenmusik. Der Wunsch nach einer solchen Besetzung bestand schon länger. An einem abendlichen Stammtisch beim Berndl gründeten Max Pürcher und Gerhard Kalhs (1. und 2. Geige), Martin Kumric (Rumpel) Rainer Fischer (Posaune) und die Geschwister Sophie und Sebastian Rastl (Bratsche und Kontrabass) die Gruppe und nannten sie die „Fensageiger“ – nach dem Brauch beim nächtlichen Fensterln Krawall zu schlagen.Die großen Vorbilder der Gruppe waren die Grundlseer Tanzmusi („Gasperl Adolf und Liacht Sepp“) und die Altausseer Bauernmusi, von denen es alte Tonaufnahmen gibt. Max Pürcher zu den Grundlseer und Altausseer Vorgängern: „….Das ist Volksmusik ohne Schnörkel, ohne Allüren, dafür aber mit einem Rhythmus, einer Harmonie und vor allem einer bedingungslosen Selbstverständlichkeit, die keine Fragen mehr offen lässt.“ Auch die Spielweise der Citoller Tanzgeiger gilt als Vorbild. Heute spielen die Fensageiger bei verschiedenen Anlässen, ihr bekanntester Auftritt im Ausseerland ist der Pfarrball in Bad Aussee, gemeinsam mit der ABS-Musi, wo sie mit ihnen abwechselnd zum Tanz aufspielen. 

CD-Produktionen:

2008 kam die Idee auf, im Rückblick auf fünf Jahre Musikantenpool eine CD aufzunehmen. Das geschah auch, mit den originellen Fotos von Miria Geh im Swimmingpool der Familie Pilz. Untergetitelt mit „Volksmusik aus dem In- und Ausseerland“. Da wurde im Pool kräftig umgerührt und es tauchten die unterschiedlichsten Besetzungen auf. Bei der CD-Präsentation im Jagdhof Altaussee wurden vom Publikum Musikanten zusammengelost, die dann spontan Stücke spielten, womit die Vielfältigkeit der Akteure dokumentiert wurde. 2015 kam die „Scheibe 2“ auf den Markt, die Fotos dazu wurden dem Titel entsprechend auf der Schießstatt im Gaiswinkl aufgenommen. 

Die Kreuz-Saiten-Musi

Ihre Entstehung sei ebenso kurz wie originell erklärt: Die Hauptakteure Josi, Herbert und Sophie entstammen der Familie Wimmer im Kreuz (Ortsteil von Bräuhof in Grundlsee). Sie alle waren in ihrer Jugend bei der Sunnseitenmusi und danach weiterhin vielfältig musikalisch aktiv, aber in keiner fixen Gruppe verankert.

Anläßlich ihres Geburtstages vor fünf Jahren wollte ihre Mutter, Maria (vlg. Kreiz Mariedl), eine Musik zu ihrer Geburtstagsfeier. Das schien in der Vorbereitung schwierig zu sein, worauf sie im Familienverband kurzerhand feststellte: „Kreizseitn, ihr werd’s wohl nu a Musi auf d’Füaß bringa!“ – Damit war alles klar und die besagte Gruppe war gegründet.

Heuer werden Jubiläen gefeiert 

Die Goiserer Klarinettenmusi, wie erwähnt das Vorbild der AltBadSeer-Musi, feiert 30 Jahre, der Musikantenpool 15 Jahre, die Hollerschnaps-zuzler (siehe Woadsack Ausgabe Winter 2017/18) 10 Jahre und die Kreuz-Saiten-Musi fünf Jahre Bestand. 

In Goisern wurde der „Jubiläums-Huck“ schon mit großem Hurra gefeiert, die Wiederholung geschieht am 9. Juni im Ausseer Kurhaus: 

Sie alle geben eine große Vorstellung ihrer musikalischen Kraft und präsentieren gleichzeitig ihre Gemeinschafts-CD.

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