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Ein Hallinger wird 75

Dr. Hannes Androsch feiert  am 18. April seinen 75. Geburtstag. Dr. Hannes Androsch feiert am 18. April seinen 75. Geburtstag. Fotos: ©Josef Khälß

Mit dem Erwerb der österreichischen Salinen AG am 17. April 1997 trat Hannes Androsch in den Kreis der Hallinger ein. Wer und was sind diese „Hallinger" eigentlich?

Das Jahr 1334 brachte im Salzwesen eine ähnlich bedeutend­e Wende, wie im Jahr 1979 die Umwandlung der Salinen in eine Aktiengesellschaft und 1997 der Verkauf der­selben an das Konsortium um Dr. Hannes Androsch. Aus der Gelegen­heit zur Arbeit war 1334 bei den Salinen ein erbrechtliches Gewohnheits­recht geworden, das 24 Leute als Lehen innehatten. Diese 24 Personen wurden „Hallinger" genannt. Innerhalb von einigen Jahrzehnten stiegen die Hallinger zu einflußreichen Unternehmern auf. Von 1426 bis 1448 waren sie auf der Höhe ihrer Macht angelangt. Als ihr Einfluss und ihre wirtschaftliche Stärke zu groß wurde, enteignete Kaiser Friedrich III. 1449 die Hallinger und verstaatlichte das Salzwesen.

Erst 1979 wurden, unter dem damaligen Finanz­minister Hannes Androsch, die österreichischen Salinen zu einer Aktien­gesellschaft umgewandelt. Die Aktien blieben jedoch zu 100 Prozent in Staatsbesitz. Erst durch den Verkauf der Salinen-Aktien 1997 wurde eine „echte" Privatisierung vollzogen - die Hallinger waren wieder auferstanden.

Hannes Androsch ist seit frühester Jugend ein Freund des Ausseerlandes. Schon im zarten Kindesalter von vier Jahren kam er mit seiner Mutter während des zweiten Weltkrieges zum ersten Mal ins Ausseerland. Die Augen für die Schönheit der herrlichen Naturlandschaft öffnete ihm seine Mutter in frühester Jugend. Sie wanderte mit ihm auf den Loser, sie spazierten zusammen zum Sommersbergsee, sie lehrte ihn schwimmen, viele unvergessliche Stunden im Ausseer­land prägten die Sinne des jungen Hannes Androsch. Die große Liebe zur Region, die er damals empfing ist ihm bis heute geblieben.

Mit dem Altausseer Bürger­meister der siebziger Jahre, Karl Moser, verband ihn eine tiefe Freundschaft, welche bis zu dessen Ableben währte. Karl Moser führte ihn behutsam in die manchmal gar nicht einfachen Gebräuche der „Ein­geborenen" ein: aus Dr. Androsch wurde „Hannes".
Schon als Finanzminister und Vizekanzler machte Hannes Androsch in den 70er und 80er Jahren seinen Einfluss auf zahlreiche regionale Entscheidungen geltend, die positiven Spuren sind bis heute spürbar. So wurde z.B. die am Ufer des Altausseersees geplante Forststraße auf sein Betreiben weit oberhalb im Wald fast „unsichtbar" angelegt, die wunderschöne Promenade um den See blieb erhalten.
Seine Liebe und sein Inter­esse an der Region blieb ungebrochen, Hannes Androsch zieht bis heute als „Player" in der Region die Fäden. So erwarb er 1997, gemeinsam mit einem Konsortium, als Haupt­aktionär die Öster­reichische Salinen AG. Im Herbst 2012 kaufte er die 20 Prozent-Anteile des Landes Steiermark an den Loser Bergbahnen und hält somit mehrheitlich 57,5 Prozent. Auf den seinerzeit „heiß umkämpften" Parkhotel­gründen am Altausseer­see soll demnächst unter seinem „Schirm" ein Wellnes­shotel entstehen.

Da Woadsåck wünscht, dem jubilierenden Hallinger, zum 75er weiterhin viel Glück Erfolg. J.K.

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