Menu

„Dieser Posten war nicht geplant“

„Dieser Posten war nicht geplant“

Da Woadsåck im Gespräch mit dem neuen Kommandanten des Feuerwehrabschnittes Bad Aussee ABI Werner Fischer über seine Motivation und seine Ziele.

Da Woadsåck: Herr Fischer, Sie haben sich vor kurzem zum Kommandanten des Feuerwehrabschnittes Bad Aussee wählen lassen. Hatten Sie als Kommandant und Bierzeltchef der FF Altaussee nicht genug zu tun?

ABI Werner Fischer:
Arbeit gibt es bei der FF Altaussee und beim Bierzelt immer. Aber nachdem ich unbedingt die Führungsarbeit bei unserer Wehr in jüngere Hände legen wollte, stand fest, dass die Agenden der Führungsarbeit in der FFAA für mich wegfallen. Eigentlich war dieser Posten nicht geplant, aber verschiedene Umstände führten dazu, dass mich die zehn Feuerwehren des Abschnittes Bad Aussee zu ihrem Kommandanten wählten. Dies erfüllt mich mit Stolz und ist die Anerkennung meiner Arbeit innerhalb der Feuerwehr.

Da Woadsåck: Sie haben in Altaussee zielstrebig und mit Beharrlichkeit, trotz Widerstände, den Neubau des größten und modernsten Feuerwehrrüsthauses der Region durchgesetzt, obwohl Sie damals „nur" Stellvertreter des Kommandanten waren. Woher kommt diese enorme Durchsetzungs­kraft, warum tun Sie sich das an?

ABI Werner Fischer:
Nach meinem Unfall vor 33 Jahren habe ich gelernt, dass es vieler Kraft und Durchsetzungsvermögen bedarf, um etwas zu erreichen. Anscheinend war dieser Unfall für mich Berufung. Und damit will ich auch Vorbild für die Jugend sein und einfach vorzeigen, dass ein Leben daheim nicht nur lebenswert ist, sondern dass wir auch mit freiwillig übernommenen Pflichten, egal ob am politischen Sektor, bei der Musik, Feuerwehr oder im Sport, das Leben bereichern können. Gerade die hier zu bewältigenden Aufgaben sind auch im beruflichen Abschnitt eines Menschen­lebens vom enormer Bedeutung. Und man gibt der Gesellschaft einfach was zurück.

Da Woadsåck: Sie sind ja mit 50 Jahren nicht mehr der aller Jüngste. Wie lange wollen Sie noch an vorderster Front mitmischen, was sind Ihre Ziele?

ABI Wener Fischer:
Mit fünfzig ist man nicht alt, sondern erfahren. Gerade diese Erfahrung will ich nun in dieses, für mich neue Amt, einbringen und an die Jungen weitergeben. Im Ausseerland gibt es zehn Feuerwehren, welche im abgelaufenen Jahr an die 60.000 frei­willige Stunden geleistet haben. Gerade in letzter Zeit ist der Stellenwert der Feuerwehren in der Bevölkerung stark gestiegen. Mein Ziel ist es nun, auch durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, diesen Aufwärtstrend zu verstärken. Sind es doch wirklich die freiwilligen Feuerwehrkameraden und erfreulicherweise auch Feuerwehrkameradinnen, welche immer die Ersten sind, wenn es gilt Unheil von Betroffenen abzuwenden. Und jeder Einsatzerfolg stärkt auch das Selbstbewusstsein dieser Helfer.
Unser stärkstes Kapital sind die freiwilligen Helfer, und gerade hier ergeht mein Ruf an die Jugendlichen ab 12 Jahre. Kommt bitte zu Eurer Feuerwehr – wir brauchen Euch!

Danke für das Gespräch!

Mehr in dieser Kategorie: Ein Hallinger wird 75 »
Nach oben

Themen

Artikel nach Autoren

Da Woadsack

Netzwerk

Newsletter