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Die Zukunft anderer liegt in unserer Hand

  • geschrieben von  Verena Stöckl, 4. Klasse HLW Bad Aussee

Schoko-Nikolaus und Schoko-Krampus werden schon bald aus den Regalen verschwunden sein, aber ein bitterer Beigeschmack wird bleiben: Kinderarbeit!

Kinderarbeit gibt es bereits seit Menschengedenken, doch mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm sie in Europa und den USA stark zu. Hierbei werden die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft nicht nur um den gerechten Lohn, sondern auch um ihre Kindheit betrogen.

Mit sechs, acht oder zehn Jahren arbeiten Kinder vorzeitig wie Erwachsene zwischen zwölf und sechzehn Stunden täglich. Sie werden ausgebeutet und leben unter gefährlichen Bedingungen, die ihrer Gesundheit sowie ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung schaden. Sie leben getrennt von ihren Eltern und haben keine Aussicht auf eine bessere Zukunft. Vielmehr droht ihnen manchmal der vorzeitige Tod. Kinder, die unter solchen ausbeuterischen Bedingungen leben, haben oft keine oder nur eine minimale Schulausbildung. Da die Eltern finanziell an der untersten Grenze sind, besteht für sie keine Möglichkeit eines Schul-besuches. In der modernen Welt ist jedoch eines klar: Kinder gehören auf die Schulbank, nicht an die Werkbank.

Obwohl in vielen Ländern bereits  Wohlstand herrscht, müssen in armen Ländern auch heute noch nach wie vor Millionen von Kindern der Arbeit nachgehen.  Nur so wird ihren Familien ein  zusätzliches und oft dringend notwendiges Einkommen ermöglicht.

In den meisten Ländern ist Kinderarbeit im Sinne von bezahlten Tätigkeiten mittler-weile verboten. Jedoch wird dieses Verbot sehr oft gebrochen, da Kinder billige Arbeitskräfte sind. Vor allem auf Kakaoplantagen werden Kinder illegal eingesetzt. Um dieser unmenschlichen Ausbeutung ein Ende zu setzen, bemühen sich zahlreiche nationale sowie internationale Hilfsorganisationen. Zum Beispiel prangt auf vielen Produkten bereits das Fairtrade-Logo. 

Das Fairtrade-Programm verbietet ausbeuterische Kinderarbeit und garantiert den Bauern einen Mindestlohn. Somit liegt Kinderarbeit in unserer Verantwortung: Würden wir Konsumenten den bitteren Beigeschmack der heißgeliebten Schokolade deutlicher wahrnehmen und über ihre Herkunft nachdenken, würden beim nächsten Kauf ein paar Cent mehr investiert, um so vielen Kindern ein besseres Leben zu gewähren. Doch diese paar Cent sind es vielen oft nicht wert.         V. S.

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