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Kommentar: Die hässliche Seite der Globalisierung

  • geschrieben von  Claudia Eitzinger, 4. Klasse HLW Bad Aussee

Jeder ist gegen Ausbeutung, Hungersnot, Billigarbeit, und Kinderarbeit, doch wie viele Menschen kaufen immer noch bei Kik, Primark und H&M?

Ausbeutung ist jegliche Art der Ausnützung von Menschen durch Menschen, somit auch Billig- oder Kinderarbeit. Mehr und mehr Unternehmen profitieren von Billiglöhnen in Drittländern und sehr viele Produktionsbetriebe lassen heute dort produzieren. Viele Kinder und auch arme Menschen in den Dritt-ländern arbeiten unter äußerst erbärmlichen Bedingungen. Sie nehmen schlechte Bezahlung und üble Behandlung durch Vorgesetzte auf sich. 

Kinderarbeit gibt es seit Menschengedenken. Manche Arbeiten im Bergbau konnten nur von Kindern ausgeführt werden. Für viele Familien stellte die Kinderarbeit ein dringend notwendiges Einkommen dar. Auch heute müssen Millionen von Kindern einer Arbeit nachgehen, um ihren Eltern finanziell unter die Arme zu greifen. Landwirtschaft, kleine Werkstätten, Straßenverkauf, Dienstmädchen oder Steinbrüche sind oft Arbeitsplätze für Kinder. 

Vor einiger Zeit wurde bei Primark ein eingenähter Hilfeschrei in einem Kleidungs-stück gefunden. Es wurde heiß darüber diskutiert, man müsse etwas gegen diese schrecklichen Arbeitsbedingungen unternehmen, aber heute spricht niemand mehr darüber. Viele Menschen kaufen weiterhin dort und denken nicht einmal darüber nach, unter welchen Bedienungen die Arbeiter dort diese Kleidung herstellen. 

Auch Unterernährung gehört zu den Schattenseiten der Globalisierung. Ein unterernährter Körper ist nicht mehr so leistungsfähig und das Immunsystem wird anfälliger, die Folge davon sind Krankheiten. Häufige Erkrankungen in den Ländern der „Dritten Welt“ sind Masern, Erblindung sowie Verzögerung der geistigen Entwicklung. Betroffen sind alle Altersgruppen, alle sechs Sekunden stirbt ein Kind infolge von Unterernährung. 

AIDS zählt zu einer der gefährlichsten Krankheiten, da in Ländern der „Dritten Welt“ die nötige medizinische Versorgung fehlt. AIDS ist immer noch nicht heilbar und verläuft in jedem Fall tödlich. Jedoch durch moderne Therapien und neue Medikamente kann die Immunschwäche hinausgezögert werden oder sich gar zurückbilden, aber in den Entwicklungsländern haben die Infizierten nicht genügend Geld, um sich die Medikamente leisten zu können. 

Die Probleme werden nicht kleiner, aber die Menschheit versucht es zu verdrängen. Jeder sieht weg und hört nur auf die Vorteile der Globalisierung - wie lange noch?  C.E.

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