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Die Kunst, die Grenzen der Kunst zu erkennen

  • geschrieben von  Claudia Stadler, 4. Klasse HLW Bad Aussee

Seit dem Attentat in Frankreich, das auf die Veröffentlichung einer Karikatur des muslimischen Propheten Mohammeds in einer Satirezeitschrift folgte, steht das Thema Kunst, oder vielmehr die Frage ob man der Kunst Grenzen setzen darf und soll, im Mittelpunkt vieler Diskussionen.

Kunst ist ein breitgefächerter Begriff. Er umfasst beinahe alle Bereiche des Lebens, von Musik über Malerei, Bildhauerei, Film, Tanz und vieles mehr.

Manches Mal wird Kunst gebraucht um zu unterhalten, ein anderes Mal um Schönheit und Perfektion aufzuzeigen.Aber Kunst wird auch oftmals dazu benutzt um zu kritisieren und Missstände aufzuzeigen.Dieses Mittel wurde schon oft, beispielsweise zu Zeiten der Französischen Revolution, gebraucht, um Anstoß zu nehmen an Ungerechtigkeit und Elend, oder im vergangenen Jahr mit Plakaten des Life Balls, um aufmerksam zu machen auf die Diskriminierung Homosexueller und Hermaphroditen.

Die Frage, was wichtiger ist, Meinungsfreiheit zu garantieren und somit jede Form von Kunst zuzulassen, oder die Integrität  von Personen oder eines Glaubens zu schützen, trifft momentan auf gespaltene Meinungen. Meiner Meinung nach ist es ein schmaler Grat zwischen Kunst, die kritischen Anstoß nimmt und Kunst, die beleidigt. So wichtig auch das Erstere für eine sich entwickelnde Gesellschaft ist, denke ich, dass Zweiteres nicht gut zu heißen ist. Es gibt eine  Schwelle die nicht zu überschritten werden soll. 

Kunst ist ein Medium, das jedem die Möglichkeit gibt,  sich auf seine Weise auszudrücken und jeder sollte das Recht haben, seine Meinung frei  äußern zu können. Doch Kunst, deren einzige Absicht es ist, zu beleidigen, gehört meiner Meinung nach verboten.

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