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Verliebt, verlobt, Facebook

„Ich fühle mich so geschieden" poste ich nach einer zweiwöchigen intensiven Facebook-Beziehung. Wir passten so gut zusammen. Jeden Tag genau viermal anstupsen, alle seine Fotos liken und die gleichen Inter­essen teilen, wie „atmen", „essen" oder „stalken". Und jetzt hat er das virtuelle Band der Freundschaft gekappt?

Noch schnell alle wichtigen Informationen wie Beziehungs­status und Wohnort ändern, damit sofort jeder weiß, dass es vorbei ist. Dazu noch ein paar mitleiderregende Statusmeldungen schreiben, um möglichst viel Mitleid und Mitgefühl von meinen circa 500 Facebook-Freunden zu ernten. Und wenn das alles erledigt ist, mache ich mich auf die Suche nach einem neuen Freund. Alles ganz easy.

Freundesliste durchgehen und den nächstbesten „anstupsen". Vom Anstupsen direkt zum Chatten und dann am besten noch gleich Videochatten. Und so schnell wurden neue Kontakte geknüpft. Doch gibt es zwei Stunden lang keine Instant-Message von mir, glaubt er sicher, ich bin tot! Dann war es wohl für ihn von größerer Bedeutung, für mich war es bloß... Facebook. Und die Suche beginnt wieder von neuem.

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