Menu

Der Krampf mit der Zeit

Seit urdenklichen Zeiten diente den Menschen die örtliche Sonnenzeit als Zeitsystem, seit der Antike sind Sonnenuhren im Gebrauch. Der amerikanische Naturwissenschaftler, Verleger und Schriftsteller Benjamin Franklin erklärte 1794, dass das ausgedehnte Nachtleben Energie durch künstliches Licht vergeude. Dagegen helfe früheres Aufstehen und Zubettgehen - die Idee zur Sommerzeit war geboren. Da stimme ich mit jenen überein, die behaupten, dass von Amerika selten was G´scheites herüber kommt. 

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit wurde erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich sowie in Österreich-Ungarn eingeführt, um die energie-intensiven „Material-schlachten“ des Ersten Weltkriegs zu unterstützen. 1919 schaffte Deutschland die ungeliebte Kriegsmaßnahme wieder ab. 1940 führte Hitlerdeutschland die Zeitumstellung erneut ein, welche aber 1949 wieder abgeschafft wurde. Auf Grund der Ölkrise 1973 setzten einige europäische Staaten abermals auf die Sommerzeit und seit 1996 gilt eine einheitliche Sommer-zeitregelung in allen europäischen Staaten. 

Jetzt ist eine Debatte um die Zeit-umstellung entbrannt und die Idee aufgetaucht, die Sommerzeit ganzjährig beizubehalten. Man möge doch den Unfug mit der Zeit endlich gut sein lassen und die Normalzeit beibehalten, wie es seit tausenden Jahren üblich war und - wie der Name schon sagt - normal ist! Aber wer und was normal ist, scheint heutzutage sehr schwer erkennbar zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventzeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und viel Glück im neuen Jahr, Ihr Josef Khälß.

Mehr in dieser Kategorie: « Facharbeitermangel
Nach oben

Themen

Artikel nach Autoren

Da Woadsack

Netzwerk

Newsletter