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Drei Tåg, drei Tåg geh n ma neama hoam…

Beim Altausseer Kiritåg feiern Arbeiter und Manager, Hausfrauen und Studenten, Künstler und Politiker, Einheimische und Gäste, jung und alt gemeinsam. Eine kräftige Zeche wird allgemein als ein gutes Werk angeschaut - der Erlös  kommt der FF Altaussee zugute.Beim Altausseer Kiritåg feiern Arbeiter und Manager, Hausfrauen und Studenten, Künstler und Politiker, Einheimische und Gäste, jung und alt gemeinsam. Eine kräftige Zeche wird allgemein als ein gutes Werk angeschaut - der Erlös kommt der FF Altaussee zugute.

Samstag, 3. bis Montag, 5. September 2016: Die Menschen in Altaussee feiern am ersten Sonntag im September ihren Kirchenpatron, den Hl. Ägidius. Seit die FF Altaussee im Jahr 1961 das Kiritåg-Bierzelt ins Leben gerufen hat, ist Ägidius ein wenig in den Schatten des Heiligen Florian getreten. Der Altausseer Kiritåg ist fest in den Händen der FF Altaussee.

Zwar ist die Sonntagsmesse am „Kiri-Sunntåg“, dem Tag des Hl. Ägidius, gar nicht so schlecht besucht und auch der Kaffeestand des Pfarrgemeinde-rates wird gut angenommen: Für so manchen „Ägidius-Getreuen“ stellt er eine nette Alternative zum Bierzeltwirbel dar, wo man in Ruhe Kuchen und Kaffee oder ein oder mehrere „Achterl in Ehren“ genießen kann. 

Ein paar Schritt weiter entbrennt im Kiritåg-Bierzelt bereits am Samstag ein erbitterter Kampf um Einlass und Sitzplatz. Das Innere des Kiritågtempels ähnelt einer dreischiffigen Basilika: Im linken Seitenschiff musizieren abwechselnd die „Altausseer Bierzeltmusi“ und die „Lupitscher Musikanten“ was das Zeug hält. Die Apsis wird vom Hauptaltar „Alkoholfrei“ beherrscht, flankiert  von St. Mokka und St. Zirbenschnaps. Die linke Seitenapsis huldigt dem „Brat-würstl“, „Räuchersaibling aus heimischen Gewässern“ und „Grillhendl“. Die rechte Seite ist Anhängern der Volksheiligen „Bier“, „Wein“ und „Selbstbedienung“ geweiht. Im rechten Seitenschiff geben Nebenkapellen Anlass zur Einkehr, weche den Göttern Nikotin und Pommes Frites sowie Sekt und Höherprozentigem gewidmet sind.  Einen Gipfel der Stimmung erklimmen die Festzeltbesucher am Sonntagnachmittag während des alljährlichen Einzugs der „Überquerer“ aus Ebensee. Der zweitägige Fußmarsch übers Tote Gebirge wird unter großem Gejohle und Intonierung des „Ebenseer Fetzenmarsches“ im Zelt beendet. 

Die gar nicht schmalen Einnahmen kommen ausschließlich der Sicherheit der Altausseer und deren Gästen zu Gute, wenn sie die Freiwillige Feuerwehr wiederum investiert. So feierten heuer die Florianijünger in aller Stille das 10 Jahre Jubiläum ihres modernen Feuerwehr-Rüsthauses. Die Kritiken, dass es viel zu groß sei sind längst verstummt, die anfangs notwendigen Kredite zurückbezahlt.  Auch das mitten im Ort stehende  Gasthaus „Schneiderwirt“, ein altes, bodenständiges Gasthaus hat die Feuerwehr gerettet und saniert. Bierzeltchef und Feuerwehrabschnittkommant ABI Werner Fischer: „Nur durch das perfekte Zusammenspiel aller Kräfte ist es möglich den enormen Arbeitsaufwand beim Bierzelt zu bewältigen, mein Dank gilt jedem Einzelnen, der dabei mithilft!“. 

Und natürlich gilt der besondere Dank den unzähligen treuen Bierzelt-besuchern und dem Heiligen Ägidius…

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