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Der Spechtbaum und seine Freunde

Der Spechtbaum und seine Freunde

Bad Mitterndorf Baumlehrpfad: In umittelbarer Nähe des Barfußparks Bad Mitterndorf befindet sich beim Baumlehrpfad, neben ca. 60 Bäumen im keltischen Baumkreis und einem Schaubienenstock, der Spechtbaum: er ist zwar unscheinbar, aber mit seinen scheuen Besuchern und Bewohnern für Naturfreunde von besonderer Bedeutung.

Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist der Specht, der in unseren Wäldern am meisten vorkommt. Buntspechte sind zwischen 20 und 24 cm groß, schwarz-weiß gefiedert und haben unter dem Schwanz einen knallroten Fleck. Das Männchen erkennt man an dem roten Federstreifen im Nacken. Im Sommer fressen sie am liebsten Insekten, Larven und Käfer. Im Winter begnügen sie sich mit Nüssen und Samen. Das Trommeln der Buntspechte ist zuweilen schon im Dezember zu hören. Damit versuchen Buntspecht-Männchen ihr Revier zu markieren und ein Weibchen anzulocken.  

Die wichtigsten Lebensräume für den Buntspecht sind Laubwälder mit alten Bäumen, Eichen, Buchen, Eschen, in denen sie Nahrung und Höhlen finden. Für den Bau der Höhle benötigt er zwei bis vier Wochen. Auf einen kurzen waagerechten Gang folgt eine senkrechte Höhle, in die das Weibchen bis zu sieben Eier legt. Nach nur achteinhalb bis neun Tagen schlüpfen die Jungen.

Der Grünspecht (Picus viridis) ist durch seine Räubermaske, einen schwarzen Augenstreif, vom Grauspecht zu unterscheiden. Mehr als jeder andere Specht ist er stark Boden-bezogen und sucht in Wiesen gerne nach Ameisen, die zu seiner Hauptnahrung zählen. Daher kommt er mit lange geschlossenen Schneedecken und in größeren Höhenlagen nicht gut zurecht. 

Der Grauspecht (Picus canus) ist auf besonnten Hängen zwischen 600 und 1.200 Metern zuhause. 

Er bevorzugt gut gegliederte Mischwälder mit reichem Totholz. Auch er brütet gerne in altem Laubholz und ernährt sich gerne von Ameisen, wenn auch weniger spezialisiert als der Grünspecht. Daher profitiert er auch von den offenen Lawinenrinnen und Schutthalden mit junger Vegetation.

Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) ist dunkel gefärbt und hat am Rücken ein weiß gesprenkeltes Muster. Das Männchen besitzt einen gelben Scheitel. Seine Nahrung sind hauptsächlich Larven und Puppen, die er unter der Rinde von Nadelbäumen findet. 

Dreizehenspechte kommen typischerweise in Höhen von 1.000 bis 1.700m – hier auch nur in reinen Fichtenbeständen vor und sind eifrig im Vertilgen des Fichtenborkenkäfers. Ihre Nahrung besteht pro Tag aus bis zu 2.000 Larven. Im Sommer trinken sie Baumsäfte, die sie durch „Ringeln“ gewinnen. 

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