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Borkenkaefer - die leise Gefahr

    Borkenkaefer - die leise Gefahr

    In den letzten Jahren wurden die Waelder im Salzkammergut von Schadereignissen und Wetterkapriolen gebeutelt. Nun bedroht sie ein heimtueckischer Feind...

    Ueberdurchschnittlich starke Schneefaelle, massive Schneedruckschaeden und starke Stuerme haben in den Waeldern des Salzkammergutes schlimm gewuetet, zahlreiche Baeume, ganze Waldflaechen umgeworfen. Auch die stehen gebliebenen Baeume sind nach Sturmereignissen geschwaecht. Starker Wind schuettelt die Baeume und verletzt dadurch die Feinwurzeln, welche den Baum mit Wasser versorgen. Folgt den Sturmereignissen ein warmes, trockenes Jahr, bieten sich ideale Bedingungen für einen leisen Feind: dem Borkenkaefer.

    Borkenkaefer bohren sich in die Rinde der Baeume und legen dort ihre Brutbilder an. Sie durchtrennen dabei die Leitungsbahnen und bringen die Baeume zum Absterben. Die im Salzkammergut bedeutenden Borkenkaeferarten sind Buchdrucker und Kupferstecher auf der Fichte, Laerchenborkenkaefer und Zirbenborkenkaefer in den Hochlagen, letztere fressen allerdings nicht nur Zirben sondern auch Fichten und Laerchen. Borkenkaefer bevorzugen Bruchholz oder schlecht wasserversorgte Baeume. Gesunde Baeume versuchen die Borkenkaefer mit Harz am Einbohren zu hindern. Es muessen viele Kaefer gleichzeitig einen gesunden Baum anbohren, um ihn erfolgreich umzubringen. Bei einer Massenvermehrung koennen Borkenkaefer ganze Waldgebiete kahlfressen, wie man derzeit in Nordamerika beobachten muss. Auch im Nationalpark Bayrischer Wald wurden viele tausende Hektar Wald vom Borkenkaefer zerstoert.

    Zu den wirksamen Bekaempfungsmassnahmen gehoert rascher Abtransport oder Behandlung von befallenem Holz. Holz, welches nicht rechtzeitig abtransportiert werden kann, wird in Nasslagern bewaessert oder auf ungefaehrlichen Plaetzen gelagert. Im Wald versucht man die Borkenkaefer mit Fallen zu bekaempfen. Durch haendisches Entrinden von unbringbarem Holz kann man Kaeferbefall vorbeugen. Die Mitarbeiter der Bundesforste durchstreifen staendig die Waelder auf der Suche nach Kaeferbaeumen.

    Vom Borkenkaefer befallenes Holz muss sofort behandelt werden. In den letzten Jahren konnte eine Borkenkaefermassenvermehrung mit grossem Arbeitseinsatz verhindert werden. Neuerliche Windwuerfe und die schwierige Holzmarktsituation stellen eine grosse Herausforderung dar, die leise Gefahr ist noch lange nicht besiegt...

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