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Wegerich - das natürliche Pflaster

  • geschrieben von  Dipl. Ing. Franz Bergler Gründer des Vereines WILDKRÄUTERLEBEN
Wegerich - das natürliche Pflaster

Gesund mit Wildkräutern: Es gab in unserer Jugend kaum einen Tag, ohne sich irgendwo aufzukratzen, zu schneiden oder einen „Pletzen“ am Knie. Der Spitzwegerich wächst genauso wie der Breitwegerich und der mittlere Wegerich den ganzen Sommer über überall auf unseren Wiesen.

Also wussten wir schon bald, dass es besser ist, mit einem Spitzwegerich-Blatt sich die Wunden zu säubern, als nach Hause zu gehen, was meistens mit einer Ohrfeige ihren Ausgang fand. Egal ob mit der Brennnessel in Berührung gekommen oder nach einem Insektenstich, die weißen „Busteln“ waren bald nach dem Auflegen des Wegerichs kleiner bzw. zur Gänze weg. 

Dieses Wissen hatte schon die heilige Hildegard von Bingen (1098 – 1179) und die blutstillenden Eigenschaften vom Wegerich wussten die Feldärzte und vor allem auch die Barbiere zu schätzen. 

Die Fruchtkörper (Nüsschen) haben wir als Schulkinder gerne gegessen und sie schmecken nach wie vor sehr gut. Natürlich sind die Blätter auch Teil des selbstgemachten Hustensaftes. Aus den Blättern kann auch eine Salbe gemacht werden. Diese soll die Gicht mildern (genauso wie ein Auszug im Alkohol). Bei anstrengenden Wander-ungen einige Blätter in den Schuh gelegt ist eine Wohltat für die Füße. Nach genauer Prüfung der Inhaltstoffe wurde der Wegerich 2014 zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

Franz Bergler

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