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Poesie aus dem Herzen Empfehlung

  • geschrieben von  Maria-Mercedes Solórzano
“Ja, ich bin ein Träumer,...denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht und erleben die Morgendämmerung bevor die Welt erwacht.“. 			(Oscar Wilde)“Ja, ich bin ein Träumer,...denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht und erleben die Morgendämmerung bevor die Welt erwacht.“. (Oscar Wilde)Foto: ©Ileana Gosch

Maria-Mercedes Solórzano ist ein poetischer Herzensmensch: aus Ihrer Feder „sprudelt“ permanent Poesie aus dem Herzen. Hat Sie in der vorigen Woadsåck-Ausgabe noch unter dem Pseudonym „Thais“ poetische Verse zum Besten gegeben, möchte sie sich heute den Woadsåck-Lesern persönlich vorstellen.

Ich lebe seit 35 Jahren in Wien, bin selbstständige Designerin für Hochzeits-accessoires. Das Bedürfnis Menschen an meiner Gefühls- und Fantasiewelt teilnehmen zu lassen, bewegt mich immer wieder dazu zur Feder zu greifen und poetische Verse und Literatur zu Papier zu bringen. Irgendwann möchte ich einen Gedichtband mit meinen Werken veröffentlichen und Poesieabende veranstalten.

Geboren und aufgewachsen bin ich in León in Nicaragua als das älteste von fünf Geschwistern. Mein Vater war selbstständig mit einem Chemie- und Pharmaziebetrieb. Von meiner Mutter habe ich die künstlerische Ader geerbt: sie ist Autorin, komponiert Musik und schreibt Texte. Heute leben meine Eltern in Florida (Miami). Mein Vater ist ein großer Fan Europas und der Europäischen Kultur und ich bin sozusagen mit klassischer Musik aufgewachsen. Meine erste Erinnerung als Kleinkind sind die wunderschönen Opern, die mein Vater immer am Wochenende gehört hat. Erst in Österreich begegnete ich zum ersten Mal der Volksmusik, welche mir auch sehr gut gefällt.

Wie es sich als Mädchen aus „gutem Hause“ gehört, maturierte ich in Nicaragua in Managua in einer privaten Klosterschule namens „Colegio de la Asunción“. Da habe ich sehr viel klassische Literatur gelesen. Während andere Mitschüler gespielt und herumgetollt haben, bin ich im Schatten eines Baumes gesessen und habe mir Werke von Oskar Wilde, Lord Byron, Victor Hugo, Maxim Gorki, Miguel de Cervantes, Goethe, Schiller und andere genüsslich einverleibt. Eine besondere Vorliebe habe ich für die klassische Mythologie, das Nibelungenlied und die mittelalterliche Zeit entdeckt.

Während meiner 13 Jahre als Kulturattaché der Botschaft von Nicaragua in Österreich und während meiner Zeit als Absolventin der Modeschule Hetzendorf in Wien, hatte ich reichlich Gelegenheit die „österreichische Seele“ kennen und lieben zu lernen. Ich könnte mir nicht mehr vorstellen wo anders zu leben, als in Österreich. Ich freue mich, dass ich nun Gelegenheit habe, mit meiner Poesie den Menschen im Ausseerland ein bisschen Freude zu bereiten.

Frühling

Du trägst Hoffnung in das Grüne,

du sprießt hier du sprießt dort,

Vertrauens ewiger Brunnen.

Natur, Jahr für Jahr kämpfst du dich empor 

Duft, Farbe, Formen, Rausch der Sinne,

Danke Gott! Vor diesem Wunder halte ich inne!

Wenn die Göttin Flora beginnt sich zu bewegen,

wenn stolz mit großen Schritten sie schreitet,

und ihr Haar, voller Duft uns betört;

wenn ihr Haupt geschmückt mit wilden Blättern,

lässt die sanfte Luft mit sich spielen,

wenn sie sagt: „Ich bin bald da“,

oh Flora! setz dir auf würdevoll die grüne Krone,

Mutter Natur reiche Galeone,

der Frühling ist gleich da!

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