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Wurzelzeit

Wurzelzeit

Im Herbst „is ålles hoamkemma“. Die Tiere haben ihre Winterquartiere bezogen, die Menschen zieht es in die warmen Stuben und die Pflanzen haben längst ihre Energien unter die Erde gezogen, also in ihre Wurzeln.

So lange der Boden nicht gefroren ist, gilt es die wertvollen Wurzeln zu ernten, zu waschen und zu trocknen. 

Wer sich die Zeit nimmt, trocknet die Wildkräuterwurzeln aufgefädelt an einer Schnur. Größere Mengen von Wurzeln werden im Backrohr oder einem Dörrgerät bei ca. 40 Grad  getrocknet. Auch die Konservierung der Wurzel im Gitterrahmen über den Ofen ist gebräuchlich. Von den vielen heimischen Wildpflanzen können ihre „Füße“, also die Wurzeln verwendet werden. Meisterwurz, Engelwurz, Rosenwurz, Blutwurz, Baldrian, Alant, Bibernelle, Enzian, Klette, Brennnessel, Löwenzahn etc. zählen dazu.

Wurzelgemüse wärmt

Viele Wurzeln aus unseren Gärten sind als Wildgemüse äußerst bekömmlich und gesund. Sellerie, Kren, Schwarzwurzel, Karotten und Rüben schmecken nicht nur gut, sondern sind dank ihrer Bitterstoffe gut für unsere Verdauung. 

Die „dunkle“ Winterzeit wird mit Hilfe der Wurzeln heller („erhellt das Gemüt“) und unterstützt unser Denken (Brennnessel und Schwarzwurzel), steigert unsere Sehkraft (Karotten) oder fördert unsere Gesundheit, wie die Krenwurzel, die auch als Antibiotika der Alpen bezeichnet wird. Die Wurzeln werden üblicherweise am Nachmittag bei Stier, Steinbock und Jungfrau geerntet. Besonders feinfühlige Personen ernten die Wurzel bei absteigendem Mond. 

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