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Alles selbstverständlich?

Vor 60 Jahren, am 25. März 1957 unterzeichneten in Rom Vertreter von Deutschland, Frankreich, Italien und den Benelux-Ländern die „Römischen Verträge“ - die „Geburtsurkunde“ der EU. Viel Wasser ist seither die Bäche hinunter-geflossen, aber das damalige Versprechen von „Frieden und Wohlstand“ hat gehalten.

Beim Referendum zum EU-Beitritt Österreichs am 12. Juni 1994 war ich noch ein glühender Gegner des politischen „Molochen“ EU. Zwar sehe ich auch heute noch einiges mit Skepsis, muss aber zugeben, dass das vereinte Europa besser ist als sein Ruf. Aber irgendwie hat es den Anschein, dass jemand systematisch versucht Unzufriedenheit zu schüren - und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. sind dabei willfährige Instrumente. 

Erinnern wir uns doch an den „Arabischen Frühling“: wie ein Flächenbrand sind die (über Facebook und Twitter aufgerufene) Aufstände über die arabische Halbinsel und Nordafrika gefegt - mit Lybien und Syrien als tragische Höhepunkte. Wir haben diesen Widerstand gegen die Herrschenden wohl-wollend vom Wohnzimmer aus mitverfolgt. Aber was hat das Ganze bewirkt? Ist irgend etwas besser geworden? 

Ich jedenfalls wünsche mir Österreich als Teil einer Europäischen Union, die enger zusammen-rückt und dadurch gestärkt und resistent wird gegen „Brandstifter und Nestbeschmutzer“ und „dunkle Kräfte“ von außen, die unsere gewohnte Lebensweise bedrohen. 

In diesem Sinne ein gesegnetes, friedliches Osterfest und weiterhin den Wohlstand, an den wir uns so sehr gewöhnt haben.

Josef Khälß

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