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„Grea-Zoigsafterl“ aus Amerika

„Smoothies“ - muss wirklich alles aus Amerika kommen?„Smoothies“ - muss wirklich alles aus Amerika kommen?

Dipl.Ing. Franz Bergler, Gründer des Vereines „Wildkräuterleben“, wundert sich über „neue“ Trends aus Amerika, welche hier schon vor Jahrhunderten unsere Vorfahren anwandten.

Ich habe noch immer die Stimme meiner Oma im Ohr: „Na, Zott´n wia di Beatles!". Wobei meine Oma, die natürlich kein Wort Englisch sprach, die Beatles nach der Schreibweise aussprach. Die Mode­trends der 70-er, die von England über Amerika zu uns kamen, waren ihr ein Dorn im Auge. Auch heute gilt oft noch das Motto: „Nur was aus Amerika kommt, ist gut und geil - nein ich sage lieber gesund!"
Unsere Großeltern, Eltern und auch wir haben uns die Gesundheit aus dem Garten, von den Feldern, von der Alm geholt. Ich meine damit die vielen Kräuter und Heil­kräuter aus der Natur bzw. die wertvollen Blumen und das gesunde Gemüse aus dem Bauerngarten. Das war und ist die normalste Sache, dass die Mutter den Schnittlauch, das Maggikraut, die Petersilie kurz vor dem Kochen aus dem Garten holt.
Plötzlich kommt diese alte Tradition aus Amerika und heißt „Smoothies". Entschuldigung, aber ich denke wieder an meine Oma, wie würde Oma das wieder aussprechen? Egal wie Oma es auch nennnen würde, es handelt sich um nichts anderes, als um gutes Grünes aus Natur und Garten.

Das Ganze mit ein paar Geschmacksträgern wie Äpfel, Birnen oder anderem Obst verfeinert, gemixt und mit Wasser als Getränk serviert. In diesem Pflanzen-Grün-Getränk sind viele Vitamine, Mineralien und Proteine enthalten. Sie stärkt unser Immunsystem und auch die Verdauung wird durch die Ballaststoffe angeregt. Also ein wahres Wundergetränk, wie es die heutige moderne Menschheit braucht!
Jeder hat daher die Wahl, das Modegetränk in einem der vielen Großhandelsketten zu kaufen oder dieses Kraftgetränk selber zu produzieren. Auf unseren Feldern und Wiesen bzw. im Garten wachsen die Zutaten. Ein Mixer ist in jedem Haushalt und gutes Wasser gibt es im Ausseerland sowieso.

Zu Schluss frage ich mich, wie ich meiner Oma dieses „In"-Getränk beschreiben würde. Mein Großvater hätte es wahrscheinlich „Grea-Zoig-Safterl" genannt...

Dipl.Ing. Franz Bergler

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